Algarve




Bei über 3000 Sonnenstunden im Jahr geht’s kaum noch heiterer, jedenfalls nicht auf dem Kontinent. Nur knapp drei Flugstunden entfernt liegt „Europas schönste Küste“, wo die Jahreszeiten einem anderen Rhythmus folgen. Hier beginnt der Frühling bereits im Januar, wenn die Mandelblüte die Hänge mit einem weißrosafarbenen Schleier überzieht. Nirgends im Land ist der Sommer so lang und der Winter so angenehm mild. Wenn die Algarvios im November ihre Pullover hervorholen, liegen einige Mitteleuropäer noch am Strand … an diesem rund 150 km langen und 50 km breiten Küstenstreifen im Süden Portugals ist eben immer Urlaubszeit.
Doch nicht nur das Klima hat die Algarve so beliebt gemacht. Ihre bizarren Klippen und pittoresken Felsbuchten vor türkisblauem Meer sind als Postkartenmotiv längst weltberühmt - Meisterwerke der Natur, vergoldet von der südlichen Sonne. Und heute erwartet Sie zwischen der pulsierenden Küste und dem friedlichen Hinterland eine Welt faszinierender Gegensätze. Neue Badeorte mit Rundum-Sportangebot und modernen Bars kontrastieren mit alten weißen Dörfern im dünn besiedelten Hinterland; von den Ferienzentren ist es meist nicht weit zu maurischen Burgen oder römischen Ruinen, über denen noch immer der Zauber einer bewegten Vergangenheit liegt.

Genau genommen gibt es hier drei Küsten in einer. Wer weite Dünenstrände sucht, der liegt an der „Sandalgarve“ (dem Sotavento) zwischen der Distrikthauptstadt Faro und der Grenze zu Spanien richtig. Westlich von Faro erstreckt sich dann die zigtausendfach fotografierte „Felsalgarve“ (der Barlavento) mit langen, feinsandigen Stränden oder kleinen Buchten mit malerischen Felsen und Grotten – und den bedeutenderen Badeorten. Wer sich nach Einsamkeit sehnt, findet sie im Westen an den teils schwer zugänglichen Stränden der raueren Costa Vicentina. Manche sind selbst im Sommer menschenleer.